Die Mehrheit der Nutzer besucht eine Website mehrfach, bevor sie einen Kauf tätigt – und rund 98 Prozent der Besucher verlassen einen Online-Shop wieder, ohne etwas gekauft zu haben. Remarketing ermöglicht, Menschen, die beim ersten Besuch nicht konvertieren, erneut anzusprechen. Mit Google Ads Remarketing haben Marketer ein mächtiges Werkzeug an der Hand, um aus Interessenten Kunden zu machen und damit die Conversion-Rate effektiv zu erhöhen. Allerdings haben sich die Spielregeln in den letzten Jahren deutlich verändert: Consent Mode v2, der Wandel bei Third-Party-Cookies und neue Kampagnentypen wie Demand Gen bestimmen heute, wie erfolgreiches Remarketing funktioniert.

Google Ads Remarketing: Nutzer verlässt Online-Shop ohne Kauf und sieht später eine personalisierte Anzeige auf Smartphone und Website
Remarketing holt Besucher zurück, die beim ersten Besuch nicht konvertiert sind.

Was ist Remarketing?

Unter Remarketing (auch bekannt als Retargeting) versteht man die erneute Ansprache von Besuchern einer Website, App oder eines YouTube-Kanals. Dafür werden personalisierte Werbekampagnen erstellt, um Nutzer zu erreichen, die eine Marke oder bestimmte Produkte bereits kennen und deshalb eine deutlich höhere Kaufbereitschaft haben.

Im Wesentlichen besteht Remarketing aus drei Schritten:

  1. Der Nutzer besucht eine Website, App oder einen YouTube-Kanal
  2. Der Besucher wird – seine Einwilligung vorausgesetzt – über das Google-Tag erfasst und in ein Datensegment (früher: Remarketing-Liste) aufgenommen
  3. Eine Werbekampagne wird gestartet, die gezielt die Nutzer dieses Segments anspricht
Infografik Google Ads Remarketing in drei Schritten: Website-Besuch, Aufnahme ins Datensegment, Ausspielung der Anzeige

Remarketing gehört nach wie vor zu den effizientesten Instrumenten im Online Marketing. In Google Ads lassen sich Remarketing-Kampagnen vergleichsweise einfach anlegen – vorausgesetzt, das Tracking-Setup stimmt. In diesem Artikel haben wir für Euch das Wichtigste zum Thema Google Ads Remarketing auf dem Stand von 2026 zusammengefasst.

Wie werden Besucher heute erfasst? Cookies, First-Party-Daten und das Google-Tag

Die Erfassung der Besucher erfolgt über das Google-Tag (gtag.js) bzw. den Google Tag Manager. Beim Seitenaufruf wird – sofern der Nutzer eingewilligt hat – ein First-Party-Cookie im Browser gesetzt, der eine ID zur Wiedererkennung enthält. Auf dieser Basis ordnet Google den Nutzer Euren Datensegmenten zu.

Lange Zeit spielten dabei auch Third-Party-Cookies eine zentrale Rolle. Hier hat sich viel getan: Google hatte ursprünglich angekündigt, Third-Party-Cookies in Chrome komplett abzuschaffen, ist von diesem Plan aber 2024 abgerückt. Seit April 2025 ist zudem klar, dass es auch keinen separaten Auswahl-Dialog in Chrome geben wird – Nutzer steuern Third-Party-Cookies weiterhin über die Datenschutzeinstellungen des Browsers. In Safari und Firefox sind Third-Party-Cookies dagegen schon seit Jahren standardmäßig blockiert.

Browser Third-Party-Cookies (Stand 2026) Bedeutung fürs Remarketing
Chrome Standardmäßig erlaubt, Nutzer können sie in den Einstellungen blockieren; im Inkognito-Modus blockiert Remarketing funktioniert weiterhin, Reichweite sinkt jedoch schleichend
Safari Standardmäßig blockiert (ITP) Cookie-basiertes Cross-Site-Tracking nicht möglich
Firefox Standardmäßig blockiert (ETP) Cookie-basiertes Cross-Site-Tracking nicht möglich

Die Konsequenz: First-Party-Daten – also Daten, die Ihr selbst mit Einwilligung Eurer Nutzer erhebt (Website-Interaktionen, Kundenlisten, CRM-Daten) – sind die Grundlage für zukunftssicheres Remarketing. Wie lange ein Nutzer in Euren Segmenten bleibt, steuert Ihr über die Gültigkeitsdauer der Mitgliedschaft (Standard: 30 Tage, maximal 540 Tage).

Consent Mode v2: Ohne Einwilligung kein Remarketing

Google Consent Mode v2: Cookie-Banner mit Einwilligung als Voraussetzung für Remarketing und personalisierte Werbung
Ohne korrekt übergebene Consent-Signale nimmt Google keine Nutzer in Eure Segmente auf.

Für Werbetreibende im Europäischen Wirtschaftsraum und in Großbritannien ist der Google Consent Mode v2 seit März 2024 verpflichtend, wenn personalisierte Werbung und Remarketing genutzt werden sollen. Der Consent Mode übermittelt den Einwilligungsstatus Eurer Nutzer an Google – maßgeblich über zwei zusätzliche Parameter:

  • ad_user_data: Einwilligung, Nutzerdaten zu Werbezwecken an Google zu senden
  • ad_personalization: Einwilligung in personalisierte Werbung – ohne dieses Signal werden Nutzer nicht in Remarketing-Segmente aufgenommen

Google setzt diese Anforderung inzwischen aktiv durch: Konten ohne korrekte Consent-Mode-Implementierung verlieren Remarketing-Funktionen. In der Praxis bedeutet das: Ihr benötigt eine (idealerweise von Google zertifizierte) Consent Management Platform, die die Signale sauber an das Google-Tag übergibt. Ein einfaches Cookie-Banner ohne technische Anbindung reicht nicht aus.

Wichtig: Da nur ein Teil der Nutzer dem Tracking zustimmt, sind Eure Remarketing-Segmente heute deutlich kleiner als der tatsächliche Traffic. Die Optimierung der Consent-Rate (verständliches, gut gestaltetes Banner) ist damit ein direkter Hebel für Eure Remarketing-Reichweite.

Remarketing und Google Ads

Google Ads ist im Remarketing weiterhin das zentrale Werkzeug: Der Großteil der Suchanfragen in Deutschland findet bei Google statt, das Google Displaynetzwerk umfasst Millionen von Websites und Apps, und mit YouTube, Discover und Gmail kommen reichweitenstarke eigene Plattformen hinzu. Datensegmente können direkt in Google Ads erstellt oder aus Google Analytics 4 exportiert werden – seit der Abschaltung von Universal Analytics ist GA4 dafür die einzige Analytics-Quelle.

Mit den Jahren hat Google auch einige Begriffe und Funktionen umgestellt. Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

Früher Heute (2026)
Remarketing-Liste Datensegment („Ihre Daten“-Segmente in der Zielgruppenverwaltung)
Ähnliche Zielgruppen (Similar Audiences) 2023 eingestellt; ersetzt durch optimierte Ausrichtung sowie Lookalike-Segmente in Demand Gen
Video-Aktionskampagnen Demand Gen-Kampagnen (Umstellung bis April 2026 abgeschlossen)
Anzeigengalerie (Bild-Vorlagen) Eingestellt; heute responsive Displayanzeigen mit automatisch generierten Assets
Universal Analytics-Zielgruppen GA4-Zielgruppen

Welche Arten des Google Ads Remarketings gibt es?

Zielgruppensegmente im Google Ads Remarketing: Warenkorbabbrecher, Produktinteressenten und Bestandskunden getrennt ansprechen
Je feiner die Segmentierung, desto relevanter die Ansprache.
Kampagnentyp Placements So funktioniert’s
Demand Gen YouTube (inkl. Shorts), Discover, Gmail, Google Displaynetzwerk Der modernste Weg fürs Remarketing: visuelle Multiformat-Anzeigen (Bild, Video, Karussell) auf Basis Eurer Datensegmente. Zusätzlich stehen Lookalike-Segmente zur Verfügung, um neue Nutzer zu erreichen, die Euren Bestandsdaten ähneln.
Display Google Displaynetzwerk Der langjährige Standard im Remarketing: Banner für Nutzer, die Eure Seite zuvor besucht haben. Beachtet: Google hat angekündigt, Displaykampagnen ab Juni 2026 schrittweise auf Demand Gen umzustellen – neue Remarketing-Setups solltet Ihr daher direkt als Demand Gen planen.
Suchnetzwerk (RLSA) Google Suche und Suchnetzwerk-Partner Datensegmente werden auf Suchkampagnen angewendet: Für frühere Besucher könnt Ihr Gebote erhöhen, eigene Anzeigentexte ausspielen oder auf breitere Keywords bieten.
Dynamisches Remarketing Display, Demand Gen Anzeigen werden automatisch mit genau den Produkten oder Dienstleistungen personalisiert, die sich der Nutzer angesehen hat – auf Basis eines Produktfeeds (z. B. aus dem Merchant Center).
Video YouTube und Videopartner Segmente aus Nutzern, die mit Euren Videos oder Eurem YouTube-Kanal interagiert haben. Conversion-orientierte Videokampagnen laufen seit der Umstellung der Video-Aktionskampagnen über Demand Gen.
Mobile Apps Apps, App-Kampagnen Erneute Ansprache von Nutzern, die Eure App installiert oder bestimmte In-App-Aktionen ausgeführt haben.
Kundenlisten (Customer Match) Suche, YouTube, Gmail, Demand Gen, Display Ihr ladet eigene (gehashte) Kundendaten wie E-Mail-Adressen oder Telefonnummern hoch. Google gleicht sie mit angemeldeten Google-Konten ab und spielt diesen Nutzern Anzeigen aus – einer der wichtigsten First-Party-Hebel überhaupt.
Performance Max Alle Google-Kanäle Kein klassisches Remarketing, aber: Eure Datensegmente und Kundenlisten dienen als Zielgruppensignale, mit denen die Google-KI die Aussteuerung über alle Kanäle hinweg optimiert.

Vorteile von Google Ads Remarketing

  • Höhere Conversion-Rate: Die Adressaten kennen Marke, Produkte oder Dienstleistungen bereits bzw. haben schon Interesse gezeigt – die Conversion-Rate fällt deshalb deutlich höher aus als bei Kampagnen auf kalte Zielgruppen.
  • Größeres User Engagement: Nutzer klicken auf Remarketing-Anzeigen deutlich häufiger als auf klassische Display-Anzeigen und verbringen anschließend mehr Zeit auf der Seite.
  • Zielgruppengenaue Werbung: Über verschiedene Datensegmente lässt sich die Ansprache präzise ausrichten – etwa ausschließlich auf Warenkorbabbrecher oder Besucher bestimmter Produktkategorien.
  • Große Reichweite: Das Google Displaynetzwerk umfasst Millionen von Websites und Apps, dazu kommen YouTube, Discover und Gmail mit Milliarden aktiver Nutzer.
  • Automatisch erstellte Anzeigen: Mit responsiven Displayanzeigen und den Asset-Funktionen in Demand Gen generiert Google aus wenigen Bildern, Logos und Texten automatisch passende Anzeigenvarianten für alle Formate.
  • Automatische Gebotsstrategien: Mit Smart Bidding lassen sich Remarketing-Kampagnen Conversion-basiert aussteuern – inklusive Ziel-CPA oder Ziel-ROAS für die Kostenkontrolle.
  • Transparente Statistiken: Über die Kampagnenberichte behaltet Ihr jederzeit den Überblick, welche Anzeige zu welchem Preis ausgeliefert wurde.

Voraussetzungen: Mindestgrößen der Segmente

Google spielt Anzeigen erst dann an die Nutzer eines Datensegments aus, wenn das Segment für das jeweilige Zielnetzwerk groß genug ist:

Netzwerk Mindestgröße des Segments
Google Displaynetzwerk / Demand Gen mindestens 100 aktive Nutzer in den letzten 30 Tagen
Google Suche (RLSA) mindestens 1.000 aktive Nutzer in den letzten 30 Tagen
YouTube mindestens 1.000 aktive Nutzer in den letzten 30 Tagen

Für den Einstieg ins Display- bzw. Demand Gen-Remarketing braucht Ihr also mindestens 100 erfasste Besucher in 30 Tagen. Denkt dabei daran: In das Segment gelangen nur Nutzer mit Tracking-Einwilligung – bei niedriger Consent-Rate kann es entsprechend länger dauern, bis die Mindestgröße erreicht ist.

Google Ads Remarketing einrichten – Schritt für Schritt

Die Einrichtung besteht aus drei Bausteinen: Datenquelle (Google-Tag), Datensegment und Kampagne. Alternativ zum Google-Ads-Tag könnt Ihr auch Euer Google Ads-Konto mit GA4 verknüpfen und dort erstellte Zielgruppen verwenden – Voraussetzung ist, dass in GA4 die Google-Signale bzw. die Personalisierungseinstellungen aktiviert sind.

1. Google-Tag einrichten und Datenquelle aktivieren

  1. Meldet Euch bei Google Ads an.
  2. Navigiert links über Tools > Gemeinsam genutzte Bibliothek > Zielgruppenverwaltung.
  3. Öffnet den Reiter Ihre Datenquellen. Hier seht Ihr alle Quellen, aus denen Segmente befüllt werden können (Google Ads-Tag, GA4, YouTube, App-Analytics, Kundenlisten).
  4. Richtet beim Google Ads-Tag die Erfassung ein. Für Standard-Remarketing genügt die Basisvariante; wer dynamisches Remarketing nutzen will, wählt die Erfassung mit ereignisspezifischen Attributen (z. B. Produkt-IDs).
  5. Implementiert das Google-Tag auf allen Seiten – am komfortabelsten über den Google Tag Manager. Achtet zwingend darauf, dass das Tag an Eure Consent Management Platform angebunden ist und die Consent-Mode-Signale korrekt übergeben werden.
  6. Für dynamisches Remarketing müssen zusätzlich die Ereignisparameter (z. B. ecomm_prodid bzw. die GA4-E-Commerce-Events) dynamisch befüllt werden. Eine Dokumentation von Google findet Ihr hier.

2. Datensegment erstellen

Ein Datensegment ist eine Sammlung von Besuchern Eurer Website und bildet die Grundlage Eurer Kampagne. Sobald das Tag aktiv ist, legt Google Ads automatisch erste Segmente wie „Alle Besucher“ an. Für eine gezieltere Ansprache erstellt Ihr eigene Segmente:

  1. Öffnet in der Zielgruppenverwaltung den Reiter Segmente.
  2. Klickt auf das Plussymbol und wählt Websitebesucher.
  3. Gebt dem Segment einen aussagekräftigen Namen (z. B. „Warenkorbabbrecher 30 Tage“).
  4. Legt fest, welche Art von Besuchern aufgenommen werden soll (z. B. „Besucher einer Seite“, „Besucher einer Seite, die eine andere Seite nicht besucht haben“ – ideal für Warenkorbabbrecher – oder „Besucher einer Seite in bestimmten Zeiträumen“).
  5. Definiert die Regeln, etwa über URL-Bedingungen (enthält, beginnt mit etc.) oder Ereignisse. So targetet Ihr beispielsweise alle Nutzer, die eine bestimmte Produktkategorie aufgerufen haben.
  6. Optional: Wählt, ob das Segment mit Nutzern der letzten 30 Tage vorbefüllt oder leer gestartet werden soll – die Voreinstellung (vorbefüllen) könnt Ihr in der Regel übernehmen.
  7. Optional: Legt die Gültigkeitsdauer der Mitgliedschaft fest. Standard sind 30 Tage, maximal sind 540 Tage möglich. Orientiert Euch an Eurem Kaufzyklus.
  8. Abschließend auf Segment erstellen klicken.

3. Remarketing-Kampagne anlegen (Demand Gen)

Am Beispiel einer Demand Gen-Kampagne – dem Kampagnentyp, den Google fürs Remarketing inzwischen in den Mittelpunkt stellt:

  1. Klickt links auf Kampagnen, dann auf das Plussymbol > Neue Kampagne.
  2. Wählt Euer Zielvorhaben (z. B. Umsätze oder Leads) und als Kampagnentyp Demand Gen. Wer klassisch im Displaynetzwerk bleiben möchte, wählt Display – plant aber die angekündigte Umstellung auf Demand Gen ein.
  3. Vergebt einen Kampagnennamen und legt Standorte und Sprachen fest (z. B. Deutschland, Deutsch).
  4. Wählt Eure Gebotsstrategie: Für Remarketing bieten sich Conversions maximieren (optional mit Ziel-CPA) oder bei E-Commerce Conversion-Wert maximieren (optional mit Ziel-ROAS) an. Voraussetzung ist ein sauber implementiertes Conversion-Tracking.
  5. Legt Euer Tagesbudget fest.
  6. Erstellt eine Anzeigengruppe und öffnet den Bereich Zielgruppe.
  7. Fügt unter Ihre Daten Euer Datensegment hinzu (z. B. „Warenkorbabbrecher 30 Tage“).
  8. Wichtig für reines Remarketing: Deaktiviert die optimierte Ausrichtung bzw. die Lookalike-Erweiterung, wenn ausschließlich Eure Segment-Nutzer erreicht werden sollen. Bleibt sie aktiv, weitet Google die Auslieferung auf ähnliche Nutzer aus.
  9. Grenzt die Zielgruppe bei Bedarf über demografische Merkmale weiter ein.
  10. Erstellt Eure Anzeigen: finale URL, Anzeigentitel, Beschreibungen sowie Bilder und/oder Videos. In Demand Gen lohnt sich eine Multiformat-Strategie aus Bild- und Video-Assets, da sie nachweislich mehr Conversions zum gleichen CPA bringt.
  11. Auf Kampagne erstellen klicken – fertig ist Eure Remarketing-Kampagne.

Optimierungstipps für Remarketing-Kampagnen

  • Nutzt Frequency Capping: Damit Eure Anzeigen die Nutzer nicht nerven, begrenzt Ihr die Häufigkeit, mit der dieselbe Person Eure Anzeigen sieht. Bei Displaykampagnen findet Ihr die Option in den Kampagneneinstellungen.
  • Setzt verschiedene Segmente ein: Personalisierung ist der Schlüssel. Warenkorbabbrecher, Kategoriebesucher und Blog-Leser haben unterschiedliche Intentionen – mit eigenen Segmenten und passenden Botschaften holt Ihr jede Gruppe gezielt ab.
  • Arbeitet mit Ausschlüssen: Schließt Käufer aus Euren Akquise-Segmenten aus, damit kein Budget für bereits konvertierte Nutzer verbrennt – oder bespielt sie gezielt mit Cross- und Upselling-Angeboten.
  • Kreiert Segmente für Bestandskunden: Eine Liste für Nutzer der „Danke-Seite“ oder eine Customer-Match-Liste aus dem CRM eignet sich perfekt für Rabatte, Sonderangebote und Kundenbindung. Bestandskunden zu reaktivieren ist günstiger als Neukunden zu akquirieren.
  • Optimiert Eure Consent-Rate: Jeder Nutzer, der dem Tracking nicht zustimmt, fehlt in Euren Segmenten. Ein verständliches, gut platziertes Consent-Banner zahlt direkt auf Eure Remarketing-Reichweite ein.
  • Prüft die optimierte Ausrichtung bewusst: Sie kann zusätzliche Conversions bringen, verwässert aber das reine Remarketing. Testet beide Varianten getrennt, statt sie unbemerkt mitlaufen zu lassen.
  • Experimentieren, messen, wiederholen: Testet Creatives, Segmente und Gebotsstrategien systematisch – idealerweise mit A/B-Tests und immer nur einer Änderung pro Test, damit Ihr den entscheidenden Faktor identifizieren könnt.

Fazit Google Ads Remarketing

Google Ads Remarketing besticht weiterhin durch seine vergleichsweise einfache Handhabung und die vielen Einsatzmöglichkeiten – vom klassischen Displaynetzwerk über dynamisches Produkt-Remarketing bis zu den Multiformat-Anzeigen in Demand Gen. Die Abrechnung erfolgt Google-typisch unkompliziert im Rahmen des festgelegten Budgets, und mit Smart Bidding holen auch Einsteiger ein Optimum aus ihren Kampagnen heraus, sofern Setup und Botschaft stimmen.

Gleichzeitig ist Remarketing anspruchsvoller geworden: Ohne korrekt implementierten Consent Mode v2 läuft im EWR nichts mehr, die Segmente sind durch Consent-Raten und Browser-Restriktionen kleiner als früher, und mit der Umstellung auf Demand Gen verändert sich auch die Kampagnenlandschaft. Wer jetzt auf saubere First-Party-Daten, eine gute Consent-Strategie und durchdachte Segmentierung setzt, verschafft sich einen echten Wettbewerbsvorteil – sowohl für die Markenpflege als auch für den Abverkauf.

Falls Ihr Unterstützung im Bereich Remarketing benötigt, steht Euch unser erfahrenes Team aus Online Marketing und Google Ads Experten gerne zur Verfügung.