Rich Snippet Google Update: Sterne-Reviews werden zukünftig seltener

Vielleicht ist es Ihnen schon aufgefallen, nach und nach verschwinden viele Bewertungssterne aus den Suchergebnissen. Denn Google hat die Regeln für Star-Reviews verschärft, die bisher die Suchergebnisse als Rich Snippets bzw. Rich Results „bereichert“ haben, sodass viele Websites die Kriterien nicht mehr erfüllen.

Google begründet das Update in einem Post auf dem Webmasters Googleblog damit, dass es die Review-Sterne wieder sinnvoller machen wolle. Zur weiteren Erklärung führt Google an, dass sich die Algorithmus Änderung auch gegen ungültige oder irreführende Implementierungen richtet, die von Webmastern Google gemeldet wurden.

Weil die Bewertungssterne Suchergebnissen mehr Aufmerksamkeit verschaffen und damit zu einer höheren Klickrate führen, was auch die Rankings verbessern kann, wurde besonders in diesem Bereich der Strukturierten Daten viel getrickst. Teilweise wurden auch Sterne in die Vorschau der Website in den Suchergebnissen (Snippet) via Strukturierte Daten eingebunden, ohne dass ein Sinn zu erkennen war.

Google will nun, dass die Bewertungssterne in den Suchergebnissen wieder einen Mehrwert für den Nutzer bieten und nur Sterne-Reviews für Dinge angezeigt werden, die aus sich selbst heraus Bewertungen nahelegen. Google beschränkt daher die Anzeige von Reviews in den Suchergebnissen auf folgende Schema Typen:

  • Book
  • Course
  • CreativeWorkSeason
  • CreativeWorkSeries
  • Episode
  • Event
  • Game
  • HowTo
  • LocalBusiness
  • MediaObject
  • Movie
  • MusicPlaylist
  • MusicRecording
  • Organization
  • Product
  • Recipe
  • SoftwareApplication

Damit werden zum Beispiel Reviews für Artikel, die bei Webmastern sehr beliebt waren, um an Rich Snippets zu kommen, nicht mehr in den Suchergebnissen angezeigt. Weiterhin führt Google folgende zwei Änderungen ein:

  • Die Property „name“, also worauf sich die Bewertung bezieht, zum Beispiel ein konkretes Unternehmen oder der Name eines Buches, ist jetzt obligatorisch.
  • Strengere Regeln für LocalBusiness und Organization:Die Bewertungen dürfen jetzt nicht mehr auf der eigenen Website stattfinden – egal ob man selbst die Strukturierten Daten einbindet oder das Widget eines Drittanbieters verwendet.

Gerade um den zweiten Punkt gab es viele Fragen und eine angeregte Diskussion. Gesprächsstoff lieferte unter anderem der von Google in diesem Zusammenhang verwendete Begriff “self-serving”, konkret ging es vor allem darum, ob mit dem „Widget eines Drittanbieters“ auch Integrationen betroffen sind, bei denen die Bewertungen nicht selbst auf der Website stattfinden (z. B. wie bei TrustedShops).

John Mueller und weitere Google Mitarbeiter stellten klar, dass wenn sich das Widget auf der Website befindet, auch keine Bewertungssterne angezeigt werden. Das gilt allerdings nur für die beiden Schema Typen LocalBusiness und Organization, nicht beispielsweise für Produkte (Product). Bei diesen werden weiterhin Sterne-Reviews in den Suchergebnissen angezeigt, auch wenn die Bewertungen auf der Seite selbst abgegeben wurden.

Twitter Screenshot of a Tweet of Google's John Mueller regarding self serving reviews

Twitter Screenshot of a Tweet of Google's Danny Sullivan regarding self serving reviews

Beibehaltung der Bewertungen schadet dem Ranking auf absehbare Zeit nicht

 Ebenfalls auf Twitter konnten SEOs von John Mueller erfahren, dass wegen der Algorithmus Änderungen zumindest keine „manuelle“ Abstrafung (Penalty) zu befürchten ist. Dennoch empfiehlt er, die Reviews mittelfristig zu entfernen. Das würden wir allerdings nicht überbewerten, denn weiter führt Mueller sinngemäß aus, da sowieso durch diese Reviews kein positiver Effekt mehr zu erwarten sei, wäre das Beibehalten dieser vor allem eins: Unnötiger Wartungsaufwand. Auch ist nach unserer Ansicht Muellers Verwendung des Begriffs „manuell“ so zu interpretieren, dass bei Google eine Penalty grundsätzlich nur manuell sein kann, während eine Algorithmus Änderung eben eine Algorithmus Änderung ist. „Manuell“ bedeutet also in diesem Zusammenhang nichts.

Um ein Fazit aus Muellers Worten zu ziehen: Konkrete Gefahr droht nicht, es ist aber nicht zu 100% auszuschließen, dass Google irgendwann die aus seiner Sicht überflüssigen Bewertungen als Spam bewertet, was den Rankings einer Seite schaden kann.

Twitter Screenshot of Google's John Mueller regarding penalty for rich snippets

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