Website Speed testen – wir stellen die besten Tools vor

Die Reduzierung der Ladezeiten liegt im Interesse jedes Seitenbetreibers. Schließlich will man ein positives Nutzungserlebnis schaffen und es gibt inzwischen zahlreiche Studien, die belegen, dass längere Ladezeiten zu einer höheren Absprungrate und damit zu einer niedrigeren Conversion Rate führen.

In Zeiten des mobilen Surfens haben es langsame Websites zusätzlich schwer. Immer noch hakt es in vielen Regionen mit dem schnellen Internet und die Geduld von Smartphone und Tablet Nutzern ist gering. So verlassen laut Think with Google 53% der mobilen Besucher eine Webseite, die länger als 3 Sekunden lädt.

Weil Google die Zufriedenheit der Nutzer am Herzen liegt, die Suchmaschine lebt davon, ist die Ladegeschwindigkeit auch ein offizieller Google Rankingfaktor – ein weiterer Grund, etwas Zeit in die Optimierung der Ladezeiten zu stecken.

Wer seinen Website Speed testen möchte, kann auf verschiedene Tools zurückgreifen. Einige haben den Vorteil, dass sie nicht nur aufzeigen, wie schnell eine Seite lädt, sondern auch gleich Tipps zur Optimierung der Website Ladezeiten mitliefern. Die wichtigsten Website Speed Test Tools möchten wir Ihnen hier vorstellen.

8 kostenlose Tools zur Optimierung der Ladezeiten

1. PageSpeed Insights

PageSpeed Insights ist das Website Speed Test Tool von Google und bietet verschiedene Metriken und Funktionen. Es misst die Performance der Seite sowohl für Mobil als auch für Desktop und teilt den ermittelten Score in „schnell“ (90-100), „durchschnittlich“ (50-89) und „langsam“ (0-49) ein. Unter „Empfehlungen” finden Sie in PageSpeed Insights Tipps, wie Sie die Performance Ihrer Seite verbessern können. Jede Empfehlung beinhaltet auch eine Schätzung der Ladezeit, die durch die Optimierung eingespart werden kann. Zudem sind auch ausführliche Dokumentationen zum jeweiligen Website Speed Thema verlinkt, die technisch in der Regel aber schon recht anspruchsvoll ausfallen. Nutzer von gängigen CMS wie WordPress erhalten häufig zusätzliche auf sie zugeschnittene Tipps.

Der PageSpeed Insights Score wie die Empfehlungen basieren auf den „Labdaten“, welche inzwischen vom Projekt Lighthouse stammen und quasi im Labor gesammelt werden – mit einer Anzahl von vordefinierten Geräten und Netzwerkeinstellungen. Hinzu kommen bei PageSpeed Insights noch die sogenannten „Felddaten“, das sind gemittelte Werte von realen Seitenaufrufen. Die Felddaten stammen aus dem Chrome User Experience Report, also von Chrome, und sind ein Alleinstellungsmerkmal von PageSpeed Insights. Auch bei den Felddaten werden die durchschnittlichen Ladezeiten von Google bewertet und zu anderen Seiten im Web in Relation gesetzt. Grundsätzlich muss eine ausreichende Anzahl an Nutzern die Seite besucht haben, dass die Felddaten von Google ermittelt werden können. Für viele Webseiten sind daher bei PageSpeed Insights keine Felddaten aufgeführt. Wer dauerhaft seine Website überwachen und eventuelle Engpässe schnell erkennen möchte, kann entweder auf Analytics oder die Google Search Console zurückgreifen, oder die API von PageSpeed Insights nutzen, durch die Abfragen automatisiert durchgeführt und die Ergebnisse maschinenlesbar ausgeliefert werden.

PageSpeed Insights Screenshot

Zu PageSpeed Insights

2. GTmetrix

GTmetrix ist eine der besten kostenlosen Alternativen zu PageSpeed Insights. Während PageSpeed Insights auf eine simple Oberfläche mit Farben und Punkten setzt, hat GTmetrix ein eher klassisches Design, bei dem das Wasserfalldiagramm im Mittelpunkt steht. Einer der Vorteile von GTmetrix ist, dass man verschiedene Metriken auf einen Blick sieht. Testet man eine Seite, erhält man einen Pagespeed und einen YSlow Score, der auf den Regeln von Yahoo für High Perfomance Websites basiert. Unter jedem Score findet man eine Liste mit Empfehlungen, die aufzeigt, wie man seine Ladezeiten verbessern kann. Zudem liefert das Tool die exakte Ladezeit der Seite vom Serverstandort mit dem voreingestellten Browser (Grundeinstellung Vancouver, Chrome), die Seitengröße sowie die Anzahl der Requests. Ein weiteres Feature von GTmetrix ist die Möglichkeit, ein Video aufzunehmen, bei dem man in Slow Motion sehen kann, welche Teile der Seite langsam laden und ein Performancehindernis darstellen. Es ist zu empfehlen, sich bei GTmetrix kostenlos zu registrieren, weil man dann nicht nur das zuletzt genannte Feature nutzen kann, sondern auch zwischen verschiedenen Browsern wählen und aus einer Reihe von Serverstandorten.

GTmetrix Screenshot

Zu GTmetrix

3. Pingdom Website Speed Test

Das schwedische Unternehmen Pingdom, dessen Fokus auf Monitoring Leistungen liegt, bietet ebenfalls einen populären Website Speed Test an. Auch ohne Anmeldung kann man beim Pingdom Website Speed Test verschiedene Serverstandorte wählen, darunter auch Frankfurt am Main. Pingdom setzt in seiner Darstellung der Ladezeiten u. a. auch auf einen Wasserfall und arbeitet in der Regel sehr schnell, was ein klarer Pluspunkt bei dem Tool ist. Zudem bietet Pingdom ebenfalls einen Perfomance Grade, und man bekommt die Seitengröße, die Anzahl der Requests sowie natürlich die Ladezeit der kompletten Website aufgeführt. Die Empfehlungen sind mit kurzen Erläuterungen ausgestattet, die jedoch leider keinen Hinweis auf die Umsetzung geben. Requests und Seitengröße werden einzeln aufgeschlüsselt nach Content Typ und Domain, sodass man auf einen Blick sieht, was die Ressourcenfresser sind – ein weiterer Vorteil bei diesem Tool. Nach einer kostenlosen Registrierung erhält man zusätzlich ein Monitoring der Server Uptime der eigenen Website und wird zeitnah per E-Mail benachrichtigt, wenn die Seite vom Netz geht oder es zu Engpässen kommt.

Pingdom Screenshot

Zu Pingdom Website Speed Test

4. WebPageTest

WebPageTest ist ein Tool, das in der Vergangenheit ebenfalls von Google empfohlen wurde, und vor allem in den angelsächsischen Ländern populär ist. Ein klarer Vorteil des Tools ist, dass man eine sehr große Auswahl an Serverstandorten sowie an Browsern hat. So gibt es mehrere Serverstandorte in Deutschland, aber auch in Zürich, Brüssel, Paris etc. Je nach Serverstandort stehen einem als Browser verschiedene Firefox und Chromversionen sowie Opera zur Verfügung. Neben der eigentlichen Ladezeit ist die Performance der Website beim WebPageTest detailliert aufgeschlüsselt – vom First Byte bis zum Last Painted Hero, dem letzten Teil des kritischen Contents, der erscheint. Die Empfehlungen werden von A (keine Änderung notwendig) bis F (sehr kritisch) aufgezeigt. Auch hier glänzt WebPageTest wieder durch Detailreichtum – klickt man auf eine Empfehlung, erhält man einen sehr ausführlichen Report mit den Assets, die optimiert werden müssen plus weitere Informationen zu Optimierungsmöglichkeiten. Einziges Manko bei diesem ansonsten sehr guten Tools – die Dokumentationen zur Fehlerbehebung stammen von PageSpeed Insights und sind häufig veraltet. Jedoch sind die Verbesserungen so differenziert aufgelistet, dass man die Lösungsansätze auch selbst ergoogeln kann und es steht zudem ein umfangreiches Glossar zur Verfügung.

WebPageTest Screenshot

Zu WebPageTest

5. dotcom-monitor

dotcom-monitor bietet in der Grundeinstellung einen Geschwindigkeitstest von gleichzeitig 23 verschiedenen Standorten, sodass dieses Tool ideal ist, um herauszufinden, wie die eigene Website auch im Ausland performt. Ein Serverstandort ist Frankfurt, weitere Serverstandorte sind zum Beispiel Tokio, Brisbane, Dallas, New York etc. Zudem kann man bei dotcom-monitor aus einer Anzahl von Browsern auswählen, darunter auch Mobile Browser. Neben den eigentlichen Ladezeiten, hier nach 1. und 2. Visit differenziert, um u. a. auch das Browser Caching zu berücksichtigen, bietet auch dotcom-monitor ein Wasserfalldiagramm sowie einen Optimierungsgrad differenziert nach Mobile und Desktop. Die Optimierungen besitzen kurze Erläuterungen und sind sortiert nach dem Impact, den sie auf die Ladezeiten haben. Vorteil bei diesem Tool ist klar die Auflistung der Website Speed Tests von verschiedenen Standorten sowie die Auswahl an Browsern, insgesamt bietet es abgesehen davon einen etwas geringeren Funktionsumfang als andere Tools.

dotcom-monitor Screenshot

Zu dotcom-monitor

6. Yellow Lab Tools

Yellow Lab Tools ist ein neueres Web Performance und Frontend Quality Tool, das eine moderne Oberfläche besitzt und sehr detailliert die einzelnen Optimierungspunkte auflistet. Die Optimierungen sind übersichtlich auf verschiedenen Ebenen nach dem amerikanischen Notensystem (A-F) bewertet und zu jeder Verbesserung findet man genauere Informationen. Zudem gibt es kurze, lockere Erläuterungen zu jedem Performancehindernis. Natürlich besitzt das Tool auch einen Global Score, also eine Gesamtbewertung, jedoch, wie schnell die Seite lädt, erfährt man nicht. Da dieses Tool so detailreich ist und man hier auch Optimierungen findet, die so kein anderes Tool aufführt, ist es ideal für alle, die ihre Website einmal unkompliziert unter dem Performance Aspekt auf Herz und Nieren prüfen und auf einen Blick praktisch alle Probleme einsehen möchten.

Yellow Lab Tools Screenshot

Zu Yellow Lab Tools

7. Website Speed Test

Der Website Speed Test des CDN Anbieter KeyCDN hat 14 Serverstandorte auf der ganzen Welt zur Auswahl, darunter auch Frankfurt. Die Ladezeit wird ebenso aufgeführt wie die Contentgröße und die Anzahl der Requests. Contentgröße und Requests werden auch nach der Art des Contents differenziert, also zum Beispiel nach Bild, JavaScript, CSS oder HTML. Jede einzelne URL und ihr Beitrag zur Gesamtladezeit wird zudem separat aufgelistet, sodass man einfach einsehen kann, welches File die Leistung der Webseite besonders stark belastet. Zusammenfassend kann man festhalten, nicht unbedingt ein Tool für die Optimierung, aber ein schnelles und übersichtliches Tool für jeden, der nur seinen Website Speed testen möchte.

Website Speed Test Screenshot

Zu Website Speed Test

8. Varvy PageSpeed Optimization

Das Varvy PageSpeed Optimization Tool stammt von Patrick Sexton, der auch die Datamanagement Lösung Moz Local entwickelt hat, die für lokales SEO in den Vereinigten Staaten eine wichtige Rolle spielt. Die Oberfläche von Varvy ist designtechnisch auf dem neuesten Stand und sehr übersichtlich. Unter Überschriften wie Server, CSS Delivery, JavaScript Usage, Image Optimization etc. findet man leicht nachvollziehbare Empfehlungen plus technische Details. Zu jedem Optimierungspunkt gibt es einen ausführlichen, ebenfalls sehr schön gestalteten Report. Fazit: Das Tool bietet zwar keine exakten Ladezeiten, wem es aber in der ersten Linie um die Optimierung seiner Seite geht, der hat mit Varvy eine ansprechende Lösung mit umfangreicher Dokumentation.

Varvy PageSpeed Optimization Screenshot

Zu Varvy PageSpeed Optimization

 

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